Wissenschaftliche Publikationen

Theologische Vorträge

1. Von der Menschenfreundlichkeit Gottes – ein Plädoyer für den Gottesdienst

Der Vortrag entfaltet eine Theologie des Gottesdienstes anschaulich in der aktuellen Situation. Darin enthalten sind folgende Aspekte:

  • Gottes Dienst als lebendiger Dialog (vgl. Luther u.a.) und sinnliches Klanggeschehen
  • „Brannte nicht unser Herz?“ – biblisch-theologische Impulse mit Lk 24
  • Das dreifache Geschenk des Dreieinigen – systematisch-theol. Grundlegung
  • 3 Brennpunkte für Gottesdienst und Gemeindeaufbau (prakt.-theol. Perspektiven)
  • (NEUE) Lieder veranschaulichen das Gesagte
  • Schilderung eines exemplarischen Gottesdienstes
  • Thesen zur Gottesdienstkonzeption

2. Entdecke die Schönheit des Gottesdienstes – Vom Glanz liturgischer Schätze (75 min)

Ausgehend vom Begriff der Schönheit des Gottesdienstes (vgl. Ps 27,4) werden biblische Spuren der Schönheit des Menschen und der Schönheit Gottes aufgesucht.

Der Vortrag streift dann die aktuelle Frage nach einem „guten und schönen“ Gottesdienst (vgl. EKD-Reformprozess) und setzt vom biblischen Begriff der charis (Gnade, Anmut, Grazie) einen  Akzent, der an verschiedenen Formen des Gottesdienstes vertieft wird. Am Ende stehen Thesen „Impulse auf dem Weg zu schönen Gottesdiensten“

Ein wichtiges Element des Vortrags ist die Musik (aktuelle und klassische Kirchenlieder)

3. Was ist ein guter Gottesdienst? Der Qualitätsbegriff in der aktuellen theologischen und liturgischen Diskussion (90 min)

Der Vortrag setzt mit der aktuellen Qualitätsdebatte ein und fragt historisch, systematisch- und praktisch-theologisch nach der Leistungsfähigkeit des Qualitätsbegriffs für Theologie und Gottesdienst. Aktuelle Entwicklungen werden aufgezeigt und wichtige terminologische Unterscheidungen  getroffen:

  • säkularer und theologischer Qualitätsbegriff (qualitas);
  • Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität;
  • Grundanforderungen, Leistungsanforderungen, Begeisterungsfaktoren

Beispiele liturgischer Qualitätsentwicklung werden vorgestellt:

    • Kollegiale Beratung (Intervision)
    • Ausbildung zum Gottesdienst-Coach
    • Feedbackmöglichkeiten in der Gemeinde (Feedbackbögen u.a.)
    • Visitation als klassisches (reformatorisches Instrument)
    • Projekte in Kirchenkreisen (ein Jahr für den Gottesdienst)
  • Exemplarische Betrachtung eines Gottesdienstes
  • Anregungen zu einer kritisch-konstruktiven Auseinandersetzung mit Qualitätsentwicklung im Gottesdienst
  • Entwicklung eines regionalen Gottesdienstkonzepts

4. Abendmahl als Vergegenwärtigung, Zuspruch und Danksagung
a) Theologie und Liturgie des Abendmahls – Grundlagen und gegenwärtige Gestalt

  • Biblische Quellen von Mahlzeiten vor (und mit) Gott
  • Dogmen- und liturgiegeschichtliche Stationen (Alte Kirche, Mittelalter, Reformation)
  • Ökumenische und innerprotestantische Debatte im 20. Jh. (Leuenberger Konkordie, Lima-Papier; Lehrverurteilungen – kirchentrennend?; Entstehung des Evangelischen Gottesdienstbuches)
  • Aktuelle Agende(n) und ihre Möglichkeiten (EGb)
    • Einblick in unterschiedliche Abendmahlsliturgien (Grundform 1 und 2; Messbuch), mit exemplarischer Betrachtung von Gebeten;
    • Diskussion zum Opferbegriff (in der Ökumene)
    • Lieder zum Abendmahl

b) Eucharistia und promissio? Die Sprechakte in der Abendmahlsliturgie

In welche Richtung soll der Pfarrer/die Pfarrerin die Einsetzungsworte beim Abendmahl sprechen (oder singen): zum Altar oder zur Gemeinde hin? An dieser vermeintlich simplen Frage hängt eine Menge Theologie:

Ausgehend von der Einsicht, dass Worte in der Liturgie nicht nur informieren oder konstatieren, sondern Wirklichkeit erschaffen (performative Rede) setzt sich der Vortrag mit der Frage auseinander, ob das Abendmahl eher als große Danksagung der Kirche oder als kategorische Gabe Gottes zu verstehen ist. Dabei werden klassische Positionen (Luther, Trient, Zwingli bzw. Wendebourg, Schmidt-Lauber, Ratzinger) betrachtet und mit der biblischen und kirchlichen Tradition konfrontiert. Ziel ist eine reflektierte und theologisch verantwortete Gestaltung der Abendmahlsliturgie, die auch Raumfragen (z.B. nach dem 2. Vatikanum) mitbedenkt.

5. Theologie und Gottesdienst – Theologie/Theorie des Gottesdienstes
Der Gottesdienst als Quelle und Ort der Theologie (60-90 min)

Was haben sie miteinander zu schaffen, die Kanzel und das Katheder, der Altar und das Seminar? Der Vortrag versucht, einem grundsätzlichen Verhältnis auf die Spur zu kommen, indem er behauptet, dass „Theologie vom Gottesdienst herkommt und wieder auf ihn zugeht“. Es geht also um die Beziehung von Glaubenspraxis und Glaubenslehre, von elementarer Theologie als Rede zu Gott und von Gott her im Gegenüber zur Rede von Gott. Damit wird (wie schon in der Alten Kirche) nach dem Verhältnis von lex orandi (Spiritualität/Liturgie) und lex credendi (Lehre) aber auch nach der lex bene operandi (Diakonie) gefragt.

 6. Liturgische Konzepte der vergangenen 50 Jahre und die aktuelle Frage nach einer Theologie (bzw. Theorie) des Gottesdienstes (45 min)

In diesem Vortrag werden unterschiedliche Typen evangelischer Liturgik der letzten 60 Jahre aufgezeigt: dialektisch-normativer Typ, ludischer Typ, ästhetischer Typ, ethischer Typ, missionarischer Typ u.a. Am kommt es zu einer eigenen Standortbestimmung und zu der Frage, ob es in der Spätmoderne noch eine evangelische Theologie des Gottesdienstes geben kann.

7. Der ganze Gott für den ganzen Menschen – Theologie des Segens

Der Vortrag entfaltet biblisch-theologische und systematisch-theologische Grundlagen einer Theologie des Segens (ca. 45-60 min) unter folgenden Fragestellungen:

  • der segnende Gott (Gegensatz von rettendem und segnendem Handeln Gottes?)
  • Mittler und Mittlerinnen des Segens (Segen und  allg. Priesterteum)
  • die Gabe des Segens
  • die Sprache des Segens
  • leiblicher und geistlicher Segen
  • Segensformeln und Segensformen in der Liturgie
  • Segenslieder
  • Segen und Lob
  • Theologie und Segen

8. Mission als Evangelisation interreligiöser Dialog

Wie geht das zusammen? Der klassische Auftrag „Geht hin in alle Welt!“ und die Notwendigkeit, mit Menschen anderer Religionen gemeinsam für die Bewahrung der Schöpfung, für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt einzustehen? Der Vortrag versucht, theologische und innerkirchliche Aporien zu überbrücken…

9. Liturgische Gastfreundschaft und multireligiöse Formen – Gottesdienste und religiöse Feiern in der Schule und zu öffentlichen Anlässen

Besonders im Kontext der Großstädte spielt an Schulen das Thema gemeinsamer religiöser Feiern eine wichtige Rolle. Das gilt etwa für die Einschulung, aber auch für Krisensituationen (z.B. Unglück, Amoklauf usw.).

Dazu bedarf es theologischer und liturgischer Kompetenz und Kreativität. Der Vortrag führt ein in religionstheologische Begriffe und ordnet Möglichkeiten liturgischer Settings im multireligiösen Horizont, z.B. Gottesdienst mit liturgischer Gastfreundschaft (in einer Kirche) und multireligiöse Feier (an einer Schule).

 

Vorträge zur Musik

1. „Singet dem Herrn ein neues Lied“ – Eine poetisch-musikalische Reise durch die Geschichte des Kirchenlieds

Vortrag mit Liedbeispielen aus acht Jahrhunderten (ca. 120-180 min).

Darin sind kurze Lebensbilder (u.a. von Martin Luther, Philipp Nicolai, Paul Gerhardt und Johann Crüger) enthalten.

 2. Psalmenvertonungen und Psalmlieder aus Tradition und Gegenwart

Psalmlieder und – gesänge (im EG und darüber hinaus)

Psalmvertonungen in der Musik (Psalmmotetten und – kantaten)

 3. „Mit Lust singen und sagen“ – Grundsätzlicher Vortrag zur theologischen und anthropologischen Bedeutung der Musik für Kirche und Gesellschaft mit Musikbeispielen und Liedern

Biblisch-theologische (vgl. Ex 15; Kol 3,16 u.a.) und reformatorische Grundlagen, praktisch-theologische Perspektiven werden dabei unter folgenden Gesichtspunkten entfaltet:

  • Musik als Gabe Gottes und Kunstwerk des Menschen
  • Musik als klingendes Wort Christi und Gebet
  • Musik als Medium des Geistes für Gemeindeaufbau, Seelsorge, Kulturarbeit
  • Kirchenmusikalische Vielfalt in der Spätmoderne

 4. „Regiererin des menschlichen Hertzen“ – Theologie der Musik bei Martin Luther und Johann Walter (ca. 75 min) bzw. bei den Reformatoren (mit Zwingli, Melanchthon und Calvin, ca. 120 min)

  • Vortrag mit Liedern und Musikbeispielen

 5. „We only win, when we are singing“ – Musik als Medium für eine missionarische Kirche (60-90 min)

Ausgehend vom Begriff der Missio Dei versucht der Vortrag Musik als missionarisches Medium zu entdecken. Leitend ist der Satz: “We only win, when we are singing.” Nur als singende Kirche, sind wir eine attraktive Kirche.

Welche Musikstile und Lieder sind geeignet, das Evangelium als „klingendes Wort Christi“ Menschen heute nahe zu bringen? (Beispiele mit Chorälen, Kantaten, neuen Liedern, Gospels)

6. Musik und Milieus – Kirchenmusik im gesellschaftlichen Brennpunkt

Überblick zum Thema Milieutheorie (6 Milieus der EKD-Kirchenmitgliedschafts-Untersuchung 2004)

Musikbeispiele unterschiedlicher Stilistik

Möglichkeiten der Rezeption aktueller Musikstile für die Kirchenmusik

Standortbestimmung für den Auftrag der Kirchenmusik und für die kirchenmusikalische Ausbildung

 7. Werkeinführungen zur Kirchenmusik

Bach, h-moll-Messe;

  • Motetten
  • Ausgewählte Kantaten

Schütz, Musikalische Exequien; Geistliche Chormusik

Monteverdi, Marienvesper